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Tom Colditz - Freiberuflicher AutorTom Colditz - Freiberuflicher Autor, Werdauer Straße 1

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Arbeiten zwischen zwei Welten

Liebe Zwötzener,

heute ist es an mir, mich Ihnen vorzustellen. Ich bin Tom Colditz und lebe seit meiner Geburt in Zwötzen - wenn auch mit Unterbrechungen. Doch dazu gleich mehr. 2021 ist es mir schlussendlich gelungen, meine Familie in unserem wunderschönen Ortsteil zu verwurzeln.

Wir leben in der Werdauer Straße, im Haus meiner Familie. Hier wohnt meine Oma bereits seit über 60 Jahren und seit unserem Einzug teilen wir freundschaftlich Haus und Hof. Zur Feier unseres Einzuges pflanzten wir gemeinsam einen Haselbaum. So viel zum Thema Wurzeln schlagen! Beruflich habe ich in meinem Leben mehrere Haken geschlagen. Aber von vorn: Nach dem Abitur ging ich zunächst zur Bundeswehr nach Nürnberg. Ich war in einem der letzten Jahrgänge mit Wehrpflicht. Nach diesen neun Monaten kehrte ich nach Hause (Zwötzen!) zurück und lernte den Beruf des Orthopädietechnikers. Ich wurde aufgrund meiner Leistungen als Kammerbezirkssieger von der Handwerkskammer ausgezeichnet. Ein Wettbewerb unter Lehrlingen, von dem ich bis zur Einladung zur Siegerehrung nicht einmal wusste.

Aus mehreren, teils sehr persönlichen Gründen verließ ich nach sechs Jahren diesen Beruf und schlug meinen zweiten Haken nach Leipzig. Dort studierte ich Biologie, meine Frau und ich bekamen unser erstes Kind und ich übernahm die Redaktionsleitung in einem Leipziger Zeitschriften- und Onlineverlag. Haken Nummer drei.

Ich hatte während des Studiums Geld dazu verdienen müssen - wie üblich als Student. Da ich bereits seit meiner Abiturzeit nebenher Texte schrieb, suchte ich einen Minijob, der diesem Talent gerecht wurde. Ich arbeitete also neben den Vorlesungen und Laborzeiten des Studiums in jeder freien Minute für den Verlag und konnte mich sehr schnell behaupten. In weniger als drei Jahren bot mir der Chefredakteur die Position des Redaktionsleiters an.

Doch ich war in diesem Verlag nie klassisch angestellt. Ich machte mich von Beginn an als Autor selbstständig und arbeitete nebenher auch für weitere Auftraggeber. Seitdem schreibe ich Zeitschriftenartikel, Webseiten-Texte, Inhalte für Facebook, Instagram und Co. Mit dieser Tätigkeit habe ich endlich etwas gefunden, das ich dauerhaft machen möchte.

Inzwischen arbeite ich ausschließlich digital. Dort, wo mein Laptop und mein Handy liegen, kann ich vollwertig arbeiten. Der zweite Monitor in meinem Arbeitszimmer ist nett und hilfreich, es geht aber auch ohne: Im Zug, auf dem Beifahrersitz im Auto, im Hotelzimmer, im Gästezimmer bei einem Freund. “Digitaler Nomade” ist die Bezeichnung dafür.

Heute helfe ich Unternehmen, ihre Sichtbarkeit gegenüber den Kunden zu verbessern. Die Werbung in Zeitschriften und auf Plakaten kommt bei Menschen unter 30 Jahren praktisch nicht mehr an. Stattdessen findet sie auf dem Smartphone statt. Nur dort erreichen Unternehmen effektiv ihre Kundschaft.

Aber ich will ehrlich sein: Diese digitale Arbeit braucht einen analogen Ausgleich. Und feste Wurzeln, zu denen ich immer wieder zurückkehren kann. Daher brachen wir als Familie unsere Zelte in Leipzig ab und kehrten nach Gera zurück, hier haben wir Freunde und unsere Familien. In Zwötzen fühlen wir uns wohl. Wir genießen die Ruhe und die vielfältige Umgebung.

Um den Kopf aus der Arbeit im Internet zu ziehen, baue ich mit meiner Frau an unserem Haus – zum Glück vergessen die Hände das Handwerk niemals. Wir toben mit den Kindern - inzwischen sind es zwei. Wir haben zahlreiche Interessen und Hobbys und ständig neue Ideen. Und wenn ich Zeit für mich brauche, bin ich beim Sport oder hacke Holz für Omas Küchenofen. Meine Spaltaxt ist das willkommene Gegenteil zur Laptop-Tastatur.

Unternehmer, die sich mehr Kunden wünschen, können mich jederzeit anrufen. Alle anderen Zwötzener treffen mich und meine Kinder regelmäßig auf den vielen Spielplätzen in unserer Umgebung.


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